Freitag, 15. April 2011

Que dulce. 7.04.2011

Wir wollen so schnell wie möglich aus diesem Ort raus und stehen so früh auf, dass wir noch 10 min warten müssen bis es so hell ist, dass wir fahren können. Nach wenigen Kilometern läuft ein Ameisenbär ohne nach links und rechts zu gucken aus dem Dickicht über die Straße bis er Doros Vorderrad bemerkt. Er geht einen Schritt zurück und macht eine Bewegung, als wollte er uns umarmen. Wie süß!!!
Bei besonderen Situationen wie dieser fällt es uns noch schwer sofort den Fotoapparat zu zücken, wir genießen und freuen uns über die Erinnerung. Wieder mit Rückenwind und gestärkt von den Nudeln fahren wir über 127 km bis nach San Carlos. Fix und fertig gelangen wir zur „Posada Roma“. Dort werden unsere Erwartungen übertroffen. Das Vorzeigezimmer ist einigermaßen ok und kostet weniger als die Hälfte des Truckerzimmers vom Vortag. Leider bekommen wir dann kurzfristig ein anderes Zimmer zugewiesen. Ohne Worte. Mit einem Unbehagen machen wir uns auf den Weg Euros zu tauschen. Wieder ohne Erfolg, dafür finden wir nach 150 Geldautomaten einen, der uns Geld gibt. Erschöpft fallen wir ins Bett und können sogar etwas schlafen. Trotz fehlender Klimaanlage, Kondom in der Ecke und siehe Foto...






Que rico. 6.04.2011

Obwohl wir keinen Wecker benutzen, schaffen wir es immer früher auf unseren Rädern zu sitzen. Nach der Etappe gestern läuft es heute nicht ganz so gut. 














 

Nach etwa 80 km halten wir um einen Guavensaft zu trinken, der uns in einem riesen Bottich serviert wird. Er ist so lecker und erfrischend, dass wir jeweils zwei davon trinken. Wir bekommen den Guavensaft geschenkt! In dem Lokal fragen wir nach einer Unterkunft im nächsten Ort. Sie haben eine, doch das Bett muss noch hergerichtet werden. Wir sollen warten. Es ist uns zu heiß zum warten, also fahren wir zum Fluss und erfrischen uns und kochen was schönes. 















Um 15:45 h sind wir wieder im Lokal. Wir müssen nochmal warten. Der Besitzer ist mit dem Schlüssel unterwegs und kommt gegen 17 h. Nach weiteren 3 h warten, 1.5 l Cola und zwei Fischen ist er dann da. Und wir müssen durch die Finsternis in unsere Unterkunft fahren. 















Das dreckigste Loch, dass wir bisher erlebt haben und das für einen völlig überteuerten Preis. Wir rechnen mit dem Guavensaft auf und halten den Preis dann für einigermaßen fair.

Alguien que quiere comprar Euros? 5.04.2011

Der Weg führt uns weiter über leichte Hügel und Weideland, vorbei an zahlreichen Fincas. Die 97 km fahren wir in Windeseile. Schon beim Frühstück um 8:00 h morgens haben wir 40 km geschafft. Ein tolles Gefühl.
Wir finden ein  tolles Hotel und machen uns auf, unseren Vorrat aufzufüllen, doch in der Stadt ist Siesta und alle Geschäfte haben zu. Nur die Gemühsehändler an der Strasse machen keine. Wir bekommen zum zweiten mal etwas Geschenkt: 3 Tomaten, eine Zwiebel, eine Paprika und 3 Mangos. Muchas Gracias! Sonst haben wir oft das Gefühl einen satten Touri-Bonus zu bezahlen. Im Hotel machen wir unsere ersten Versuche Geld zu tauschen, welche leider scheitern. Unsere Verhandlungspartner gehen einfach und besaufen sich dann im Nachbarlokal. „Ob das mit unserem Kurs zu tun hat?“ Dafür gibt  uns der Portier ein paar Bier aus.

Donnerstag, 14. April 2011

Mala coneccion.

Hallo Ihr Lieben,

wir sind in Bocono in den Auslaeufern der Anden angekommen. Zwar haben wir jetzt ein einigermassen schnelles Internetcafe gefunden, aber leider ohne USB-Anschluss. Ihr muesst euch also noch etwas gedulden, bis wir unseren blog aktualisieren koennen.
Gruesse Doro + Natzky

Montag, 4. April 2011

Un dia rapido. 4.03.2011

Wir überlegen, welche Fahrradtasche wir gegen eine Kühlbox eintauschen. Schon nach wenigen Kilometern könnten wir uns mit unseren Wasservorräten Kaffee kochen. Heute sind wir eine „kurze“ Etappe gefahren. Morgen wollen wir ein Stück von ca. 97 km fahren, da in dieser Strecke kein Ort auf der Karte vermerkt ist. Mein Magen macht mir immer noch Probleme, so ist mir es gerade recht, dass wir uns jetzt in unserem Hotel entspannen können. Wir hatten Heute Rückenwind, so konnten wir ein Teilstück mit 30 km/h hinter uns bringen, herrlich. 


 

Mucho Calor! 3.04

Die Nacht im Zelt war heiß. Während Natzky wie ein Baby geschlafen hat, fiel mir es schwer überhaupt ein Auge zu zu machen. Um 7:00 h verabschieden wir uns von unserer Herbergsmutter, die uns noch auf einen Kaffee einlädt und sämtliche Wasserflaschen füllt. Nochmals werden wir vor Ladrones gewarnt, von denen es hier in Venezuela wohl sehr viele gibt. Wir versichern, dass wir aufpassen werden. Außerdem sagt uns unsere Herbergsmutter nochmal, dass sie lieber uns das Zimmer gegeben hätte, als den Sozialisten, die für eine Schulung in Onoto waren, wir hätten nur vorher Bescheid sagen müssen. Muchas Gracias! Die Straße führt wieder über Hügelchen und ist noch schlechter wie am Vortag. Heute ist Sonntag, das heißt wir müssen extra aufpassen, weil am Wochenende gerne mal die eine oder andere Flasche Rum beim Autofahren getrunken wird.
Der Tag ist fürchterlich heiß, bestimmt 40° im Schatten (wenn es welchen gäbe). Um ca. 15:00 h fahren wir dann in die uns unsympathische Stadt Tucupido ein und nehmen das nächste Hotel. Wir gehen nur kurz zum Essen raus und verkriechen uns dann gleich wieder in unserem dunklen und kühlen Zimmer, mit ´ner halben Flasche Rum. Kaum vorstellbar, dass wir bei der Hitze da draußen, Fahrradgefahren sind. Natzky schläft schon. Wir wollen morgen wieder früh raus. Mal schauen wann wir mal wieder an Internet kommen, damit wir die Blogeinträge, die ich gerade verfasst habe, ins Netz stellen kann. 






 

Bienvenido a Onoto! 2.04.2011

Wir starten wieder früh, damit wir die etwas tiefer stehende Sonne noch ausnutzen können. Am Stadtrand fragen wir noch in ein paar Geschäften nach gereinigten Benzin, bevor wir dann schließlich mit unserer Aluflasche an die Zapfsäule gehen und zumindest Bleifrei tanken. Wir bezahlen 20 Cent. 10 Cent für die 800 ml Benzin und 10 Cent Trinkgeld für den Zapfer. Kurze Zeit später halten wir schon wieder an und essen das bisher beste Frühstück unserer Tour. Arepas Rellenas mit Spiegelei, schwarzen Bohnen, Hühnchen und Käse. Dazu ein Guavensaft. Es geht noch ein Stück bergauf bis wir in Richtung Landesinnere abbiegen. Der Verkehr wird auf Anhieb angenehmer und die Hügel sind gerade mal so hoch, dass wir fast mit dem Restschwung der letzten Abfahrt den nächsten Berg wieder rauf rollen. Dies funktioniert aber nicht immer, da die Straße mit zahlreichen Schlaglöchern gespickt ist. So fahren wir, bis wir in dem netten Ort Onoto ankommen. Dort trinken wir erst mal einen Refresco und erkundigen uns nach einem Hotel. Mit dem Barbesitzer, einem Melonenverkäufer und noch ein paar anderen erörtern wir anhand unserer Karte den weiteren Streckenverlauf bis nach Merida. Der Barbesitzer meint dann, wenn wir in Merida angekommen sind, können wir auch weiter fahren in Richtung Kolumbien... Das Hotel ist leider schon belegt, aber wir dürfen im Garten Zelten und uns im Casa duschen. Nach dem uns ein Lied gesungen wurde, machen wir einen Spaziergang durch den wunderschönen, sehr netten Ort Onoto. Am Ortsrand gibt es am Abend ein Turnier, bei dem 4 Reiter vom Pferd aus versuchen dem Stier am Schwanz zu ziehen und dadurch zu Fall zu bringen. Dieses muss dreimal hintereinander gemacht werden. Das Team, welches am schnellsten ist, gewinnt. Immerhin wird für jedes Team ein neuer Stier genommen. Wir fragen wann es anfängt. Eine Halbe Stunde warten ist Ok. Nach 3,5 Stunden allerdings werden wir wirklich nervös. Um uns herum sind schon alle besoffen (vor allem die Reiter). Aber dann fängt es an. Wir schauen uns zwei Runden an, die nur wenige Sekunden dauern, und gehen nach Hause. Ein grausames Spiel.











Adios Caribe! 1.04.2011

Wir entscheiden uns Abschied von der Karibik zu nehmen und einen Ruhetag in Piritu einzulegen. Also machen wir uns auf zu der wohl kürzesten Etappe unserer Reise, –30 m- zu einem etwas günstigeren Hotel. Leider gibt es in Puerto Piritu nicht so schöne Strände wie auf der hinter uns liegenden Route. Es gibt auch kein Boot zu den vorgelagerten Islas, da kein Wochenende ist. So machen wir uns erfolglos auf die Suche nach Gasolina Blanca bwz. Benzina sin Plomo für unsere Campingküche. Wir hängen unsere Hängematte an zwei Palmen und machen es uns am Strand gemütlich. Zum Abschluss gehen wir noch einen Fisch essen. Adios Caribe!


Romantiko! 31.03.2011

In aller früh lassen wir uns von Edgar wecken und schwingen uns aufs Rad. Es geht weiter über die Berge an der Küste entlang. Die Strände sind wie aus dem Bilderbuch geschnitten. Schade ist, dass überall Müll herum liegt und es am Straßenrand fürchterlich stinkt. Von einer Meerbrise nichts zu spüren. Schlimmer sind allerdings die Autobahnen, da begegnet uns der ein oder andere Tierkadaver. Nach über 90 km in der Sonne Venezuelas erreichen wir Puerto Piritu. Wir finden ein Hotel mit Swimmingpool. Beim Studieren unser Karte gibt es, wie so oft in Venezuela, einen Stromausfall. Sofort wird unsere elektrische Kerze (Romantik pur) gezückt.





Vamos a Merida 30.03.2011

Endlich es geht los. Wir machen uns auf den Weg nach Merida (wir erzählen immer, dass wir nach Merida fahren, das ist schon unvorstellbar für die meisten Venezuelaner). Das erste Stück führt uns über die Autobahn und hat schon einige Steigungen parat. Dann hört die Autobahn abrupt auf und die kürzeste Verbindung zwischen Caracas und Cumana geht über Serpentinen an der Küste entlang. Noch nie in unserem Leben haben wir so geschwitzt. Umso schöner ist es, als wir einen wunderbaren Strand auf der Rechten und gleichzeitig eine tolle Posada auf der Linken entdecken. Wir packen unsere Sachen vom Rad und gehen gleich rüber zum Strand. Herrlich! Anschließend erhalten wir eine Führung durch den Garten der Posada. Edgar, unser Herbergsvater, erzählt uns alles über die Kakaobohne. Außerdem finde ich die gleichen rosa Rosen wie in dem Garten meiner Eltern. Später gehen wir nochmal zum Sonnenuntergang genießen an den Strand und machen danach ein paar Runden durch den Ort. Ein Prediger hat eine kleine Bühne aufgebaut und seine Gemeinde steht auf der Straße und singt mit ihm. Nun hat auch endlich, mit einer Verzögerung von 2 Stunden, das Restaurant geöffnet. Es gibt herrliches Pollo (Hähnchen).